Freistatt

RZ_Siegel_FBW_BW1ViKi-Filmtipp-Logo-transparent968 ist von gesellschaftlicher Veränderung in den deutschen Kleinstädten kaum etwas zu spüren. Aufmüpfig begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater.

Als er von seiner Familie in die kirchliche Fürsorgenanstalt Freistatt abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill. Doch Wolfgangs Sehnsucht nach Freiheit bleibt.

Der packende Film mit starker Identifikationsfigur führt Schüler/innen über das emotionale Genre Drama an den historischen Stoff heran. Recherchen zur Geschichte von Freistatt und ähnlichen Anstalten in der Bundesrepublik Deutschland zeigen, dass Wolfgangs Schicksal kein Einzelfall war. Die Bedeutung unterschiedlicher erzieherischer Praktiken für Persönlichkeitsbildung und Gesellschaft können kritisch erörtert werden. Angesichts der im Film gezeigten brutalen Methoden empfiehlt es sich zu besprechen, wo Erziehung aufhört und Gewalt bzw. Misshandlung anfängt.

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