Onlinespecial Migration und Integration

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Es ist Ziel von Menschen, die ihre Heimat aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen – sei es die Flucht vor einem Krieg, die Suche nach Arbeit oder die Chance auf bessere Bildung. Alle diese Zuwanderer haben ihre eigene Kultur, ihre Religion, ihre Sprache, ihr Essen – kurz: sie bringen ein Stück ihrer Heimat mit. Für uns ist das oft bereichernd, es birgt aber auch Probleme. Mit unserem Onlinespecial machen Sie sich das ganze Bild.

Unser Lernobjekt „Illegale Immigration nach Europa“ – hier ansehen!

Europa muss sich auf eine ständig wachsende Zahl illegaler Einwanderer einstellen. Das Lernobjekt erläutert in anschaulicher Art und Weise die wichtigsten Probleme der Illegalen Einwanderung nach Europa, sowohl aus der Perspektive der Europäischen Union als auch aus der Sicht der Einwanderer.

Arbeitsblätter zum Herunterladen!

Jede Menge Arbeitsblätter – ob zum Thema Abschiebung, Deutschland als Einwanderungsland oder den Begriff Heimat. Für Grundschule und Sekundarstufe. Dazu gibt es aussagekräftige Grafiken, einige Broschüren der Bundesregierung zum Thema und ein Glossar.

Einwanderungsland Deutschland

In Deutschland leben etwa 7 Millionen Ausländer – zählt man Menschen mit Migrationshintergrund dazu, dann sind es an die 16 Millionen. Doch was bedeutet eigentlich Migration? Und was Integration? Wer kommt nach Deutschland und aus welchen Gründen? Und – wie lebt es sich im Einwanderungsland Deutschland? Unsere DVD „Einwanderungsland Deutschland“ regt zur Diskussion an. Welchen Grund übrigens Begzada hatte, ihre Heimat zu verlassen und in Deutschland zu leben.

Wie geht man mit Fremdem um?

Was ist eigentlich fremd? Kinder und Jugendliche werden mit Stereotypen und Vorurteilen groß. Auf der didaktischen DVD „Fremd“ lernen sie wahrzunehmen, was alles eigentlich ‚fremd‘ ist, und wie sie Vorurteile in sachgemäße Urteile überführen können.
Natürlich gibt es immer auch einige, die ihre Vorurteile pflegen und diese gar nicht ablegen wollen. Damit hat die Moderatorin Mo Asumang ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Zu sehen in ihrem beeindruckendem Film „roots germania“.

Abschiebung und illegale Immigration – Zukunftsprobleme Europas

Sie sind in Deutschland geboren, sprechen Deutsch und gehen hier in die Schule: Flüchtlingskinder. Und dennoch werden einige von ihnen in die ‚Heimat‘ abgeschoben. In unserem Film „Schicksal Abschiebung“ sind es Roma, die in den Kosovo zurückgeführt werden. Dort erwartet sie das Nichts. Ihre einzige aber meist aussichtslose Hoffnung: die Rückkehr nach Deutschland. Der Film wurde mit dem Deutschen Menschrechts-Filmpreis 2010 in der Kategorie ‚Bildung‘ ausgezeichnet.
Auf der anderen Seite muss sich Europa aber auch auf eine ständig wachsende Zahl illegaler Einwanderer einstellen. Damit steht die EU vor einer Herausforderung, die die Mitgliedsländer nur mit vereinten Kräften meistern können – durch eine einheitliche Asyl- und Einwanderungspolitik, bessere Grenzkontrollen und hohe finanzielle Zuwendungen an die Herkunftsländer. Der Film „Illegale Immigration“ analysiert die Gründe der illegalen Einwanderung und die Konsequenzen, die sich für die EU daraus ergeben.

Unsere Grundschulmedien zum Thema

Migration und Integration – das sind keine einfachen Themen. Schon gar nicht, wenn sie in der Grundschule vermittelt werden sollen. Deshalb ist es gut, dass das FWU sich in zwei neuen Produktionen dieses schwierigen Stoffes annimmt – zielgruppenorientiert und adressatengerecht. In der didaktischen DVD „Meine Heimat, deine Heimat“ wird thematisiert, weshalb viele Menschen ihre Heimat verlassen. Der Film fragt außerdem, was ‚Heimat‘ eigentlich bedeutet und nennt Gründe, warum Menschen ihr Zuhause verlassen. Die Kinder erfahren anhand biografischer Beispiele, dass Deutschland Reiseziel, Arbeitsplatz oder Zufluchtsort sein kann.
Der Film „Kinder aus aller Welt: Eine Klasse – viele Sprachen“ wiederum porträtiert drei Kinder, die neben Deutsch zuhause eine zweite Sprache sprechen. Christa spricht mit ihrer Familie Englisch, Jessica ist in El Salvador geboren und Lukas‘ Mutter kommt aus Frankreich. In ihrer Klasse gibt es außerdem Kinder, die z.B. serbisch, griechisch oder russisch sprechen. Auf adressatengerechte Weise regt der Film an, andere Sprachen und Kulturen im eigenen Erfahrungsbereich zu entdecken.

Aus unserem Ergänzungsprogramm

Ausländerhass mit Humor auf die Schippe nehmen – das macht der Film „Cleaning up your world“, in dem vier Rechtsradikale von Ausländern in einem Waschsalon saubergewaschen werden. Die schwarzhumorige Geschichte zeigt die Folgen von menschenverachtendem Verhalten. Die rassistischen Rechtsradikalen geraten durch den im Waschsalon erzwungenen Rollentausch in die Falle ihrer eigenen Ideologie.
Ernster ist der Film „Ayla“. Ayla ist schön, selbstbewusst und vor allen Dingen unabhängig. Das will sie auch bleiben. Als moderne, alleinstehende Türkin wird ihr das aber vor allem von ihrer Familie nicht leicht gemacht. Weil sie sich für ein freies, selbstbestimmtes Leben entschieden hat, ist die Beziehung zu ihrem Vater in die Brüche gegangen. Obwohl Ayla darunter sehr leidet, hält sie an ihren Überzeugungen fest. Der Film „Ayla“ zeigt die Probleme auf, die in Familien mit Migrationshintergrund entstehen können.
Ähnlich der Dokumentarfilm „Wo kommst Du wirklich her?„, der sich durch die Stimmen von zehn jungen Menschen, die auf verschiedenen Kontinenten als Kinder von Migranten leben, mit Migration und nationaler Identität in den beiden Gesellschaften auseinandersetzt. Die jungen Menschen erzählen vom Prozess der Einwanderung ihrer Familien, ihrer Erfahrungen und davon wie sie sich heute selbst sehen.