In meinem Kopf ein Universum

ViKi-Filmtipp-Logo-transparentMateus leidet an einer zerebralen Bewegungsstörung. Er kann nicht kommunizieren, nimmt jedoch alles wahr. Die Ärzte vergleichen seinen Status wenig einfühlsam mit dem eines Gemüses. Doch seine Eltern sind fest davon überzeugt, dass in Mateus ein aufgeweckter und intelligenter Junge steckt. Sie finden eine Therapeutin, die Mateus versteht. Erst jetzt – nach 26 Jahren – kann er endlich beweisen, dass er ein Mensch mit Gefühlen ist. Zum Shop.

Didaktische Anmerkungen:
Jahrelang muss Mateus, für den es ein reales Vorbild gibt, mit einer Fehldiagnose leben. Sein Schicksal stellt die Frage, wie die Gesellschaft mit behinderten Menschen umgeht. Anschaulich zeigt der Film, wie Mateus von klein auf immer wieder entmündigt wird, wobei seine Eltern als positive Gegenbeispiele gelten können. Eine kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderungen bietet sich im Unterricht deshalb genauso an wie die Frage, wie diesen Menschen selbstbestimmt und würdevoll leben können, und zwar auch, wenn sie auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Eine besondere Rolle spielt im Film auch Kommunikation und Verständigung, was zu der spannenden Frage führt, inwiefern diese Aspekte konstituierend für die menschliche Existenz sind? Im Fach Deutsch kann anhand von Schreibübungen die Perspektive von Mateus (und auch seinen Mitmenschen) analysiert werden.