Dienstleistungen

Das FWU hat im Rahmen seiner Aufgabenstellung den Medieneinsatz im Bildungsbereich zu fördern. Dabei betont es stets die gleichgewichtige Bedeutung von Content und Technik beim Einsatz pädagogischer Medien. Für den gezielten Einsatz von digitalen Medien im Unterricht sind ständige Weiterentwicklungen bei technischen Medienformaten, Distributionsformen und der Mediengestaltung notwendig.

Auch im Dienstleistungsbereich ist es sinnvoll,  Mehrfach- und Parallelarbeiten in den Ländern zu vermeiden und Synergien bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit zu schaffen. Da diese Dienstleistungen immer stärker nachgefragt werden, wurden die Aufgaben in der Abteilung „Mediendienste“ gebündelt.

Diese Seite bietet eine kurze Übersicht unserer aktuellen Aktivitäten, die wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen werden. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie ähnliche Angebote in Ihren Ländern planen. Wir unterstützen Sie gern.

Dr. Friedhelm Schumacher
Leiter Abteilung Mediendienste
+49 (0)89/6497-335
friedhelm.schumacher@fwu.de

 


bildungsserverSeit mehr als 10 Jahren zeichnet das FWU im Auftrag der Länder für die Inhalte des Teilbereichs “Schule” des Deutschen Bildungsservers verantwortlich.
Im Rahmen von innovativen Projekten wurden immer wieder aktuelle Schwerpunkte zusätzlich erschlossen, so die Bereiche “Medien und Bildung” und “Lehrer werden“.
Zu den laufenden Arbeiten gehört die Erstellung und Pflege von schulrelevanten Themenseiten und redaktionellen Dossiers. Das FWU arbeitet beim Deutschen Bildungsserver eng mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und den Landesbildungsservern zusammen.

www.bildungsserver.de

 


Metadaten – Erschließung und Bereitstellung

Eine wichtige Aufgabe im Bereich Dienstleistungen ist es, differenzierte Informationen (Metadaten) über unterrichtlich relevante Medien zu erstellen, zu sammeln und zentral bereit zu stellen. Besonders werden hierbei auch kostenfrei zugängliche Medien berücksichtigt.  In diesem Zusammenhang engagiert sich das FWU in der Arbeitsgemeinschaft „Mediendokumentation und –distribution“ (AG MuD), die von den medienpädagogischen Landesinstituten getragen wird und die Aufgabe hat, in ganz Deutschland benutzte Standards für Metadaten von Bildungsmedien fortzuentwickeln und zu pflegen.

 


SODIS Content Pool

sodiscp

In der Weiterentwicklung der Metadaten-Services für “klassische” AV-Medien (“Datenbank Bildungsmedien”) und für Bildungssoftware (“SODIS”) wurden schon seit ca. 2005 mit dem Entstehen des “SODIS Content Pool” die im Internet – oftmals frei – verfügbaren bildungsrelevanten Medien einbezogen.
Aktuell ist der SODIS Content Pool die größte Datenbank für Medieninformationen in Deutschland.

Neben der Sammlung und technisch bruchlosen Bereitstellung von Metadaten, die bisher unverbunden und mit unterschiedlichen Spezifikationen durchsucht werden mussten, stellen inzwischen Auftragserschließungen einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt dar.
Ein besonderer Schwerpunkt wird beim SODIS Content Pool auf Schnittstellen zu den bestehenden z.T. sehr unterschiedlichen Datenformaten gelegt. Erstmals wurde es so beispielsweise möglich, Metadaten, die ursprünglich nach der international verbreiteten Spezifikation “LOM” (Learning Object Metadata) vorgehalten werden, auch deutschen Medienzentren mit dem hier verwendeten Standard “EAF” verfügbar zu machen.

www.sodis.de

 


Metadaten für den nordrhein-westfälischen Bildungsserver learn:line

learnline

Mit der “Neuauflage” des NRW-Bildungsservers “learn:line” im Jahre 2010 hat das FWU die Aufgabe erhalten, den wesentlichen Teil der Recherche-Inhalte bereit zu stellen. Die learn:line-Recherche basiert im Wesentlichen auf den Inhalten des SODIS Content Pools.
Darüber hinaus verwenden die nordrhein-westfälischen Redakteure der learn:line sowie deren regionale Kooperationspartner das Redaktionssystem des SODIS Content Pools, um eigene bzw. regional relevante Inhalte einzupflegen.

 


Mediendistribution

Auf der Grundlage des SODIS Content Pools hat das FWU Komponenten für vollwertige landesweit einsetzbare Distributionssysteme entwickelt. Hierzu gehören insbesondere ein leistungsfähiger Streaming-Server für die Auslieferung von Filmdateien direkt an Schulen sowie ein entsprechendes User- und Lizenzmanagement. Nutzer sind aktuell die Länder Bayern und Rheinland-Pfalz.

 


Bayern: “mebis”

mebis_grossIm Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst war das FWU maßgeblich an der Entwicklung von „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ beteiligt. Mit „mebis“ wird der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht an bayerischen Schulen gefördert. In der Pilotphase beschränkt auf die Referenzschulen für Medienbildung, werden die Angebote bis Ende 2016 sukzessive allen weiteren interessierten Schulen in Bayern zur Verfügung stehen. “Mebis” besteht aus den wesentlichen Komponenten Informationsportal, Mediathek, Prüfungsarchiv und Lernplattform.

Das FWU ist verantwortlich für die technische Weiterentwicklung von Informationsportal, Prüfungsarchiv und Mediathek. Die inhaltliche Verantwortung für diese Komponenten liegt beim Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt des FWU liegt in der Erschließung von kostenfrei nutzbaren Medien für die Mediathek. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf regionalen Kooperationen mit öffentlichen Institutionen, Stiftungen, Museen usw. Die Lernplattform wird technisch und inhaltlich von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen betreut.

Zur Seite von mebis

 


Rheinland-Pfalz: OMEGA

omega“OMEGA” ging im Mai 2011 in die Erprobung und ist seit dem Mai 2012 ein kostenfreies Regelangebot für alle Schulen in Rheinland-Pfalz. Neben Medien aus dem Recherchebestand des SODIS Content Pools werden über OMEGA auch kommerzielle Bildungsmedien, für die Landeslizenzen erworben wurden, distribuiert. Alle Medien stehen zur direkten Online-Nutzung auch durch Schülerinnen und Schüler bereit, Lehrerinnen und Lehrer haben zusätzlich die Option, Medien herunterzuladen.

Omega nutzt das Redaktionssystem des SODIS Content Pools, um zusätzliche Medien lokal zu erschließen.

 


Digitale Schulbücher

Aktuell realisiert das FWU im Auftrag des Landschaftsverbands Rheinland ein BioBook (digitales Schulbuch) für den Biologieunterricht an Gymnasien in der 5. und 6. Klasse. Das Entwicklungsprojekt hat eine Laufzeit bis 2016 und umfasst eine umfangreiche Erprobungsphase an nordrhein-westfälischen Schulen.  Am Ende des Projekts soll die Zulassung als digitales Lernmittel in Nordrhein-Westfalen stehen.

 


EU-Projekte

EHISTO (European History Crossroads as Pathways to Intercultural and Media Education)

EHISTO_WebsiteVon 2012 bis 2014 war das FWU am EU-Projekt EHISTO (European History Crossroads as Pathways to Intercultural and Media Education) beteiligt, das durch das Lifelong Learning Programme (LLP) gefördert wurde.  Ziel dieses europäisch vergleichenden Projekts war die Auseinandersetzung mit populärwissenschaftlichen Printmedien unter der leitenden Fragestellung einer verantwortlichen Vermittlung von Geschichte in den Massenmedien. Das Vorhaben reagierte damit auf die wachsende Bedeutung kommerzieller Geschichtsvermittlung in der öffentlichen Geschichtskultur und trägt dem Umstand Rechnung, dass diese Darstellungen das Geschichtsbild der jungen Generation nachhaltig beeinflussen können. Damit leistet EHISTO einen Beitrag zur medienkritischen Kompetenz­vermittlung inner- und außerhalb von Schule und Geschichtsunterricht.

Konkreter Untersuchungsgegenstand sind so genannte „European History Crossroads (EHC)“ – jene unterrichtsrelevanten historischen Themen, die in allen europäischen Geschichtsmagazinen und in den europäischen Lehrplänen behandelt werden. Im Projekt EHISTO wurden zwei EHC zur Untersuchung ausgewählt:  „Kolumbus und die ‚Entdeckung‘ der ‚Neuen Welt‘“ sowie „Der ‚Ausbruch‘ des Ersten Weltkriegs“. Zu diesen Themen entstanden auf der Basis der Forschungsergebnisse der ersten Projektphase Lernobjekte in fünf Sprachen mit den jeweiligen Handbüchern für die Lehrer Aus- und Fortbildung.  Jedes Lernobjekt enthält  eine kurze Darstellung der Themen in den jeweiligen nationalen Geschichts­büchern,  Aufgabenvorschläge für die inhalts- und medienkritische Arbeit mit den ausgewählten nationalen Magazin-Artikeln und für einen bilateralen internationalen Vergleich mit dem Schwerpunkt „Medienkritik“  und „interkulturelles historisches Lernen“ sowie Zusatzmaterialien.  Diese wurden in Projektseminaren und an Projektschulen in den einzelnen Ländern getestet.

Der Abschlussbericht enthält nicht nur die Projektergebnisse, sondern liefert auch einer europäisch orientierten Ausbildung von Geschichtslehrerinnen und -lehrern wertvolle Anregungen.

Link zum Abschlussbericht: http://www.oapen.org/search?identifier=514270

Weitere Links zu dem Projekt: