Dienstleistungen

Das FWU hat im Rahmen seiner Aufgabenstellung den Medieneinsatz im Bildungsbereich zu fördern. Dabei betont es stets die gleichgewichtige Bedeutung von Content und Technik beim Einsatz pädagogischer Medien. Für den gezielten Einsatz von digitalen Medien im Unterricht sind ständige Weiterentwicklungen bei technischen Medienformaten, Distributionsformen und der Mediengestaltung notwendig.

Auch im Dienstleistungsbereich ist es sinnvoll,  Mehrfach- und Parallelarbeiten in den Ländern zu vermeiden und Synergien bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit zu schaffen. Da diese Dienstleistungen immer stärker nachgefragt werden, wurden die Aufgaben in der Abteilung „Mediendienste“ gebündelt.

Diese Seite bietet eine kurze Übersicht unserer aktuellen Aktivitäten, die wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen werden. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie ähnliche Angebote in Ihren Ländern planen. Wir unterstützen Sie gern.

Andreas Koschinsky
Leiter Abteilung Mediendienste
+49 (0)89/6497-248
andreas.koschinsky@fwu.de

 


Deutscher Bildungsserver

Deutscher BildungsserverSeit mehr als 10 Jahren zeichnet das FWU im Auftrag der Länder für die Inhalte des Teilbereichs “Schule” des Deutschen Bildungsservers verantwortlich.
Im Rahmen von innovativen Projekten wurden immer wieder aktuelle Schwerpunkte zusätzlich erschlossen, so die Bereiche “Medien und Bildung” und “Lehrer werden“.
Zu den laufenden Arbeiten gehört die Erstellung und Pflege von schulrelevanten Themenseiten und redaktionellen Dossiers. Das FWU arbeitet beim Deutschen Bildungsserver eng mit dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) und den Landesbildungsservern zusammen.

www.bildungsserver.de

 


Metadaten und Mediendistribution

Metadaten

Eine wichtige Aufgabe im Bereich Dienstleistungen ist es, differenzierte Informationen (Metadaten) über unterrichtlich relevante Medien zu erstellen, zu sammeln und zentral bereit zu stellen. Besonders werden hierbei auch kostenfrei zugängliche Medien, insbesondere OER berücksichtigt.  In diesem Zusammenhang engagiert sich das FWU in der Arbeitsgemeinschaft „Mediendokumentation und –distribution“ (AG MuD), die von den medienpädagogischen Landesinstituten getragen wird und die Aufgabe hat, in ganz Deutschland benutzte Standards für Metadaten von Bildungsmedien fortzuentwickeln und zu pflegen.

In der Weiterentwicklung der Metadaten-Services für “klassische” AV-Medien (“Datenbank Bildungsmedien”) und für Bildungssoftware (“SODIS”) werden seit ca. 2005 die im Internet – oftmals frei – verfügbaren bildungsrelevanten Medien einbezogen und über den “SODIS Content Pool” bereitgestellt. Der SODIS Content Pool bildet die größte Datenbank für Medieninformationen in Deutschland.

Neben der Sammlung und technisch bruchlosen Bereitstellung von Metadaten, die bisher unverbunden und mit unterschiedlichen Spezifikationen durchsucht werden mussten, stellen inzwischen Auftragserschließungen einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt dar. Ein besonderer Schwerpunkt wird beim SODIS Content Pool auf Schnittstellen zu den bestehenden z.T. sehr unterschiedlichen Datenformaten gelegt. Erstmals wurde es so beispielsweise möglich, Metadaten, die ursprünglich nach der international verbreiteten Spezifikation “LOM” (Learning Object Metadata) vorgehalten werden, auch deutschen Medienzentren mit dem hier verwendeten Standard “EAF” verfügbar zu machen.

Mediendistribution

Auf der Grundlage des SODIS Content Pools hat das FWU Komponenten für vollwertige landesweit einsetzbare Distributionssysteme entwickelt. Hierzu gehören insbesondere ein leistungsfähiger Streaming-Server für die Auslieferung von Filmdateien direkt an Schulen sowie ein entsprechendes User- und Lizenzmanagement. Nutzer sind aktuell die Länder Bayern und Rheinland-Pfalz.

 


Nordrhein-Westfalen: learn:line

learnline

Mit der “Neuauflage” des NRW-Bildungsservers “learn:line” im Jahre 2010 hat das FWU die Aufgabe erhalten, den wesentlichen Teil der Recherche-Inhalte bereit zu stellen. Die learn:line-Recherche basiert im Wesentlichen auf den Inhalten des SODIS Content Pools.
Darüber hinaus verwenden die nordrhein-westfälischen Redakteure der learn:line sowie deren regionale Kooperationspartner das Redaktionssystem des SODIS Content Pools, um eigene bzw. regional relevante Inhalte einzupflegen.

 


Bayern: “mebis”

mebis BayernIm Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst war das FWU maßgeblich an der Entwicklung von „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ beteiligt. Mit „mebis“ wird der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht an bayerischen Schulen gefördert. In der Pilotphase beschränkt auf die Referenzschulen für Medienbildung, werden die Angebote bis Ende 2016 sukzessive allen weiteren interessierten Schulen in Bayern zur Verfügung stehen. “Mebis” besteht aus den wesentlichen Komponenten Informationsportal, Mediathek, Prüfungsarchiv und Lernplattform.

Das FWU ist verantwortlich für die technische Weiterentwicklung von Informationsportal, Prüfungsarchiv und Mediathek. Die inhaltliche Verantwortung für diese Komponenten liegt beim Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt des FWU liegt in der Erschließung von kostenfrei nutzbaren Medien für die Mediathek. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf regionalen Kooperationen mit öffentlichen Institutionen, Stiftungen, Museen usw. Die Lernplattform wird technisch und inhaltlich von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen betreut.

Zur Seite von mebis

 


Rheinland-Pfalz: OMEGA

omega“OMEGA” ging im Mai 2011 in die Erprobung und ist seit dem Mai 2012 ein kostenfreies Regelangebot für alle Schulen in Rheinland-Pfalz. Neben Medien aus dem Recherchebestand des SODIS Content Pools werden über OMEGA auch kommerzielle Bildungsmedien, für die Landeslizenzen erworben wurden, distribuiert. Alle Medien stehen zur direkten Online-Nutzung auch durch Schülerinnen und Schüler bereit, Lehrerinnen und Lehrer haben zusätzlich die Option, Medien herunterzuladen.

Omega nutzt das Redaktionssystem des SODIS Content Pools, um zusätzliche Medien lokal zu erschließen.

 


Digitale Schulbücher

FWU BioBookIm Auftrag des Landschaftsverbands Rheinland und der Medienberatung NRW hat das FWU ein digitales multimediales Schulbuch für den Biologieunterricht in der 5. und 6. Klasse realisiert – das BioBook NRW. Die Erprobung erfolgte 2015/16 an 12 Pilotschulen. Seit 2017 ist es in NRW als Lehrmittel zugelassen und kann von Schulen in Nordrhein-Westfalen nach einmaliger Registrierung kostenfrei genutzt werden. Das BioBook NRW erlaubt ein hohes Maß an didaktischer Flexibilität. Dazu stehen ca. 350 Interaktionen, 200 Filmclips, über 1.500 Bilder und Grafiken sowie 350 Arbeitsblätter zur Verfügung. Über handlungs- und kompetenzorientierte „Forsche Selbst!“-Einheiten ist ein selbstständiges Erschließen von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen möglich. Optional zuschaltbare „Wissen plus“-Abschnitte bieten weiterführendes Fachwissen für schnellere Schülerinnen und Schüler an. Jeder Nutzer kann „sein“ Buch außerdem durch eigene (accountbezogene) Kommentare, Notizen und Arbeitsergebnisse personalisieren. Lehrkräfte haben zudem Zugriff auf die »Lehrervariante« des Buches mit direkt eingebetteten Lösungen und didaktischen Hinweise.
Das BioBook soll als innovativer Prototyp der Mediendidaktik und dem Schulbuchmarkt Impulse für neue Entwicklungen in allen Schulfächern und Schularten geben.

 


Projekt „LOERn“ im OERinfo-Förderprogramm

LOERn - LogoDas Projekt „LOERn – Lehrerfortbildung durch Nutzung und Produktion von OER-Materialien“ des BMBF OERinfo-Förderprogramms mit einer Laufzeit vom 1.11.2016 bis 30.4.2018 wurde vom FWU Institut für Film und Bild als Projektleiter und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen durchgeführt.

Ziel des Projekts war es, ein Praxiskonzept und multimediale Materialien für die flächendeckende Fortbildung von Multiplikatoren im Bereich Schule zum Thema OER durch Nutzung und Produktion offener Lehr- und Lernmaterialien zu entwickeln und anschließend in einer Fortbildungsinitiative in Bayern zu erproben. Bei der Umsetzung wurden sowohl Fortbildungen in Präsenzform (als Bausteine innerhalb von Lehrgängen oder als eigenständiges Angebot) an der Akademie Dillingen als auch Sessions (90-minütige Online-Angebote) erprobt. Für die Fortbildungen wurden verschiedene Materialien erstellt, so z.B. drei Erklärfilme OER KOMPAKT und mehrere Linklisten zum Auffinden und Nutzen von OER in der Schule. Wichtig ist aber, bei den Qualifizierungsmaßnahmen nicht bei der Information, d.h. auf der Metaebene, stehen zu bleiben, sondern konkret mit OER-Materialien zu arbeiten und sie zu erstellen. Zu diesem Zweck wurde eine Redaktionsgruppe gebildet, die in mehreren Redaktionssitzungen 50 Lehr- und Lernmaterialien fach- und schulartenspezifisch für den Unterrichtseinsatz und drei Selbstlernkurse zum Thema OER in der Schule erstellt hat. Die Moodle-Kurse wurden allen Ländern unter einer CC-Lizenz zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Projekts wurde die Broschüre „OER in der Schule“ mit allen wichtigen Informationen zu dem Thema als PDF und gedruckt veröffentlicht.

Alle Ergebnisse und Materialien des Projekts finden Sie auf dem LOERn-Weblog.: https://loern.sodis.de/

 


EU-Projekte

EHISTO (European History Crossroads as Pathways to Intercultural and Media Education)

EHISTO_WebsiteVon 2012 bis 2014 war das FWU am EU-Projekt EHISTO (European History Crossroads as Pathways to Intercultural and Media Education) beteiligt, das durch das Lifelong Learning Programme (LLP) gefördert wurde.  Ziel dieses europäisch vergleichenden Projekts war die Auseinandersetzung mit populärwissenschaftlichen Printmedien unter der leitenden Fragestellung einer verantwortlichen Vermittlung von Geschichte in den Massenmedien. Das Vorhaben reagierte damit auf die wachsende Bedeutung kommerzieller Geschichtsvermittlung in der öffentlichen Geschichtskultur und trägt dem Umstand Rechnung, dass diese Darstellungen das Geschichtsbild der jungen Generation nachhaltig beeinflussen können. Damit leistet EHISTO einen Beitrag zur medienkritischen Kompetenz­vermittlung inner- und außerhalb von Schule und Geschichtsunterricht.

Konkreter Untersuchungsgegenstand sind so genannte „European History Crossroads (EHC)“ – jene unterrichtsrelevanten historischen Themen, die in allen europäischen Geschichtsmagazinen und in den europäischen Lehrplänen behandelt werden. Im Projekt EHISTO wurden zwei EHC zur Untersuchung ausgewählt:  „Kolumbus und die ‚Entdeckung‘ der ‚Neuen Welt‘“ sowie „Der ‚Ausbruch‘ des Ersten Weltkriegs“. Zu diesen Themen entstanden auf der Basis der Forschungsergebnisse der ersten Projektphase Lernobjekte in fünf Sprachen mit den jeweiligen Handbüchern für die Lehrer Aus- und Fortbildung.  Jedes Lernobjekt enthält  eine kurze Darstellung der Themen in den jeweiligen nationalen Geschichts­büchern,  Aufgabenvorschläge für die inhalts- und medienkritische Arbeit mit den ausgewählten nationalen Magazin-Artikeln und für einen bilateralen internationalen Vergleich mit dem Schwerpunkt „Medienkritik“  und „interkulturelles historisches Lernen“ sowie Zusatzmaterialien.  Diese wurden in Projektseminaren und an Projektschulen in den einzelnen Ländern getestet.

Der Abschlussbericht enthält nicht nur die Projektergebnisse, sondern liefert auch einer europäisch orientierten Ausbildung von Geschichtslehrerinnen und -lehrern wertvolle Anregungen.

Link zum Abschlussbericht: http://www.oapen.org/search?identifier=514270

Weitere Links zu dem Projekt: